Steinlaternen
Steinlaterne Rankei. Diese Steinlaterne wird überwiegend am Ufersaum über das Wasser ragend aufgestellt.
Steinlaterne Kotoji. Die Kotoji steht traditionell mit einem Fuß im Wasser und mit dem anderen am Ufer.
Okigatas sind kleine Steinlaternen, die keinen Schaft besitzen und daher vielfach auf flache Findlinge oder Bambusbänke gesetzt werden.
Die Steinlaterne Misaki kommt besonders in kleinen Gärten zur Geltung, oder auf einer Insel im Gartenteich.
Steinlaternen standen ursprünglich am Eingang einer Tempelanlage. Später wurden sie in Teegärten benutzt, um den Weg zum Teehaus oder einen markanten Gartenteil zu beleuchten. Wobei nicht das helle Licht das Wesentliche ist. So soll die Steinlaterne zwar leuchten, "darf dem Mond aber keine Konkurrenz bieten". Vielmehr geht es darum, mit dem Licht eine besondere, auch geheimnisvolle Stimmung zu schaffen, um den Garten gerade in der Abenddämmerung noch reizvoller zu gestalten. Mehr und mehr wurden sie später auch als reine skulpturale, grafische Elemente verwendet, um einen Gartenbereich zu betonen und den Blick zu lenken.
Man unterscheidet verschiedene Stilformen von japanischen Steinlaternen
Schneebetrachtungslaternen (Yukimi gata):
Diese Steinlaternen sind gedrungen mit breitem Dach und weit auseinanderstehenden Füßen. Durch ihre besondere Form vermitteln sie den Eindruck, einem Wintersturm gut trotzen zu können. Besonders malerisch wirkt frisch gefallener Schnee als Haube auf dem großen Dach. Sie werden meist erhöht auf einem kleinen Hügel plaziert.
Oki-gatas
sind kleine Steinlampen, die keinen Schaft besitzen und daher vielfach auf flache Findlinge oder Bambusbänke gesetzt werden. Ursprünglich wurden die ersten Oki-gatas aus Bronze hergestellt. Auf Grund ihrer Größe eignen sie sich besonders für Innenhöfe und kleine Gärten, aber auch im Wintergarten finden sie schnell einen Platz.
Wegeleuchten
standen ursprünglich an einer Wegegabelung oder einer Richtungsänderung als Wegweiser. Im Garten eingesetzt können sie auch hier durch den Garten leiten, oder aber markante Punkte betonen. Geschickt plaziert, können sie auch den Eindruck eines größeren Gartens vermitteln, indem sie vortäuschen, es gehe nach einer Biegung oder Gabelung noch weiter.
Pagoden
entwickelten sich aus den indischen Stupas, Steinhügeln in denen Reliquien aufbewahrt wurden.
Eine Pagode soll einen Gartenteil dominieren oder einen Blickpunkt schaffen. Ihre senkrechte Form betont meist die horizontalen Elemente. Im richtigen Verhältnis gesetzt, kann sie aber auch z.B. eine Gruppe von Felsen wie eine riesige Bergkette wirken lassen. Teilweise von Pflanzen verdeckt im hinteren Gartenteil plaziert entfaltet sie die größte Wirkung, da Ihre Energie in den gesamten Garten wirkt.
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